Letzte Aktualisierung: 29. August 2011

Das Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia, auch Ambrosie und Ragweed genannt) im Bestand an der Amper bei Olching (Foto: Horst Stegmann)
Die Ambrosie wurde 2006 in unserem Landkreis
zum ersten Mal gefunden. Ab 2007 hat sie sich bei uns bereits weiter ausgebreitet. So wurde z.B. in
Olching an der Amper ein Bestand von ca. 80 Pflanzen entdeckt und vernichtet. 2009 wurde ein neuer, großer Bestand
mit mehreren hundert Pflanzen in Geiselbullach entdeckt. Dieser Bestand beschäftigt uns bis heute. Allerdings
konnte die Ambrosie hier bereits deutlich zurückgedrängt werden. 2011 wurden erneut alle aufzufindenden Pflanzen
entfernt, so dass der Bestand - wie bereits andere Großbestände im Landkreis (Amper bei Olching, Emmering) - bald erloschen
sein wird.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Ambrosie bei konsequenter und vor allem frühzeitiger Bekämpfung
in den Griff zu bekommen ist! Deswegen sind alle Bürger/innen aufgerufen, aufgehende Pflanzen in Garten
(meist am Vogelfutterplatz) und Landschaft sofort auszureißen und in die Mülltonne zu stecken bzw. zu melden.
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und breitet sich
auch in Mitteleuropa immer mehr aus. Die Pollen des Traubenkrauts zählen zu den stärksten Allergieauslösern.
Sie können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder gar zu Asthma führen.
Schon kleinste Pollenmengen reichen für eine Reaktion aus. Auch Personen, bei denen bisher
keine Pollenallergie festgestellt wurde, reagieren auf diese hochallergene Pflanze
nicht selten empfindlich. Nicht umsonst wird diese Pflanze in Australien
auch "asthmaplant" genannt. Das fatale an dem Traubenkraut ist ihre späte Blütezeit von ca. August - Oktober,
einer Zeit, in der die Pollenallergiger sonst bereits wieder aufatmen konnten.
Deshalb sollte diese Pflanze unbedingt an der weiteren Ausbreitung gehindert werden!
Solange sie noch nicht richtig Fuß gefasst hat, kann man bei konsequentem Vorgehen einer weiteren - für
Allergiker fatalen - Ausbreitung effektiv begegnen. Die einjährige Pflanze sollte vor
dem Aufblühen mit der Wurzel herausgezogen und in der Mülltonne entsorgt werden. Bereits blühende
Exemplare sollten sicherheitshalber nur mit Atemschutz und möglichst von Personen entfernt
werden, die bisher nicht pollenallergisch reagieren.
Die Pflanze entwickelt sich meist auf offenen Flächen (Brachflächen, entlang von Straßen und Gleisen,
aber auch speziell in Gärten an Vogelfutterplätzen. Ein Hauptverbreitungsweg dürft das Vogelfutter sein,
in dem sie als Verunreinigung häufig vorkommen.
Bitte kontrollieren Sie deswegen ganz besonders den Bereich um die Vogelfutterstellen!
und informieren Sie beim Auffinden der Pflanze unbedingt die Kreisfachberatung im Landratsamt
unter Tel. 08141/519363 oder -519923 über das Auftreten.
Ausführliche Informationen zum Traubenkraut bzw. der Ambrosie gibt es auf folgenden Seiten:
Spezialseite für Ambrosia
Infoseite der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft