Aktuelles - Stand 28.4.2021 / Fotos: Horst Stegmann, wenn nicht anders vermerkt

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Virtuelles Führungskräfteseminar des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege am 22.1.2021

Alle drei Jahre veranstaltet der Landesverband für Gartenbau und Landespflege ein Seminar für Führungskräfte der örtlichen Gartenbauvereine. Dabei erhalten die Teilnehmer neben aktuellen organisatorischen und verbandspolitischen Informationen auch fachliche Anregungen durch Vorträge zu aktuellen Themen.

Ines Mertinat vom Landesverband hatte die logistische Leitung des ersten Führungskräfte-Webinars. Die Teilnehmer*innen konnten per Chat Fragen stellen. Ihre Kollegin Sabine Zosel informierte sehr anschaulich mit einer Präsentation zu allen relevanten Themen der modernen Vereinsführung. Sie stellte auch aktuelle Themen und Arbeitsprogramme für die Vereinsarbeit vor.

Kreisfachberater und Geschäftsführer Horst Stegmann stellte das Arbeitsprogramm des Kreisverbandes vor, wobei er den Schwerpunkt auf die Ausbildung von Nachwuchskräften durch die neu konzipierte Gartenpflegerausbildung auf Kreisebene legte. Es wird erwogen, dieses neue Konzept gleich im kommenden Herbst bzw. Frühjahr 2022 den Gartenbauvereinen anzubieten. Weitere Schwerpunkte waren die geplante Beteiligung an der Landesgartenschau im September dieses Jahres und die Teilnahme an der vom Landesverband ausgeschriebenen "Vielfaltsmeisterschaft".
Er wies schließlich auf anstehende große Veränderungen in der Verbandsleitung hin. Auch seine Kreisfachberaterstelle wird dieses Jahr nachbesetzt.

Das Seminar war mit 19 Teilnehmern in Anbetracht der Premiere in dieser Form zufriedenstellend "besucht" und fand eine positive Resonanz. Insbesondere die erfolgreiche Nachwuchsförderung in den Vereinen war wie zuletzt immer ein großes Thema. Schließlich macht die allgemeine "Vereinsmüdigkeit" auch vor den Gartenbauvereinen nicht halt. So bleibt als Fazit, dass es nur mit einer aktiven Vereinsarbeit, die nahe am Puls der Zeit ist und auch Themen wie z.B. "urban gardening" aufgreift, gelingen kann, in der jüngeren Bevölkerungsgruppe Interesse an einer Mitgliedschaft zu wecken.

Landesverbandsseminar
Bildschirmfoto während der Präsentation von Kreisfachberater Horst Stegmann (Foto: Andreas Knoll)

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Gartenpflegertreffen am 28.1.2021 im Webmeeting

Gartenpfleger sind Freizeitgärtner aus den Reihen der Gartenbauvereine, die sich in Kursen und Seminaren umfangreiches gärtnerisches Fachwissen angeeignet haben. Sie sollen in den Vereinen als fachliche Ansprechpartner dienen und die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes entlasten.

In einer dreistufigen Ausbildung auf Kreis- Bezirks- und Landesebene wird diesen ehrenamtlichen Helfern das nötige Rüstzeug vermittelt. Die Ausbildung auf Kreisebene umfasst drei volle Tage und wird alle fünf Jahre von der Kreisfachberatung durchgeführt. Der letzte Kurs fand im Jahr 2016 statt. Freizeitgärtner, die diesen Grundkurs absolviert haben, dürfen sich bereits "Gartenpfleger“ nennen. Wir durfen danach 16 frisch gebackene Gartenpfleger in den Reihen der Gartenbauvereine begrüßen. Natürlich muss das erlernte Wissen durch praktische Umsetzung und Aufbaukurse weiter vertieft werden. Neben Seminaren und Kursen der Kreisfachberatung bzw. des Kreisverbandes können die Gartenpfleger auch Aufbaukurse besuchen, die vom Landes- bzw. Bezirksverband organisiert werden. Als "Krönung" gibt es auch die Möglichkeit, nach der Absolvierung aller Ausbildungsschritte und diverser Spezialseminare eine Gartenpflegerprüfung abzulegen. Erfahrungsgemäß profitieren die Vereine sehr stark von den frischen Ideen und dem Engagement ihrer neuen Vereinshelfer. Nicht selten finden sich nach einigen Jahren diese Aktive im Vorstand der Vereine wieder.

In regelmäßigen Sitzungen findet zwischen den Gartenpflegern und dem Vorstand des Kreisverbandes ein intensiver Meinungsaustausch statt. Erfreulicherweise ist der Kreisverband Fürstenfeldbruck mit aktuell 70 Gartenpflegern (Stand Januar 2021) überdurchschnittlich gut besetzt. Etwa 20 von ihnen arbeiten auch bei der Betreuung des Kreislehrgartens  mit.

Der Kontakt zu ihnen kann über die Vereine oder direkt über die Geschäftsführung des Kreisverbandes erfolgen.

Jedes Jahr im Januar werden bei einem Treffen aktuelle Themen und Termine besprochen.
Dieses Jahr blieb uns das persönliche Treffen leider wegen der Coronapandemie verwehrt, aber wir konnten ein Webmeeting organisieren. Erwartungsgemäß konnten wir nicht die ca. 25 Gartenpfleger begrüßen, die üblicherweise in der Präsenzveranstaltung alljährlich teilnehmen. Geschäftsführer und Kreisfachberater Horst Stegmann informierte die ca. 10 Teilnehmer*innen über aktuelle Fortbildungsangebote. Der Dachverband hat zahlreiche Angebote in Form von Webinaren organisiert. Anschließend stellte er das Jahresprogramm des Landesverbandes vor. Insbesondere informierte er ausführlich über die neu konzipierte Gartenpfleger-Grundausbildung. Sie soll künftig in zwei 2-Tages-Blöcken im Frühjahr bzw. Herbst stattfinden, um die Informationen besser auf die Jahreszeit abstimmen zu können. Die Teilnehmer werden also künftig einen Tag mehr die Schulbank drücken bzw. praktische Übungen ausführen. Die Verlängerung um einen Tag ist vor allem eine Konsequenz der noch stärkeren Praxisorientierung. Unter anderem ist nun ein praktischer Veredelungskurs Teil der Ausbildung.
Wie jedes Jahr hofft der Kreisverband wieder auf die Unterstützung aus den Ortsvereinen bei seinen Aktivitäten. Vor allem für die Beteiligung unseres Kreisverbandes an der Landesgartenschau Ingolstadt im Herbst, sofern sie überhaupt stattfinden kann.
Schließlich bestand wie immer noch ausreichend Zeit zu Diskussion und Meinungsaustausch.

 

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Landkreisgärten öffnen ihre Pforten zum bayernweiten "Tag der offenen Gartentür" am 13. Juni 2021

Die Veranstaltung steht unter dem Vorbehalt der Coronalage

Der Landkreis Fürstenfeldbruck beteiligt sich alle zwei Jahre am bayernweiten "Tag der offenen Gartentür". Dieses Jahr is es wieder so weit. Beispielhafte Gärten öffnen am 13. Juni von 10.00 - 17.00 Uhr für die interessierte Öffentlichkeit ihre Pforten. Ziel der Aktion ist es, an einem Tag durch gelungene, verschiedenartige Gartenbeispiele den Besuchern praktische Anregungen zu vermitteln. Durch die dabei entstehenden Gespräche sollen der Kontakt und der Gedankenaustausch zwischen den Freizeitgärtnern, den Gartenbauvereinen und der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege intensiviert werden. Die bisherigen Erfahrungen (seit 1999 in 30 Gärten des Landkreises) sind sehr positiv. Es gab keine nennenswerten Tritt- oder sonstige Schäden in den Gärten und die Gartenbesitzer äußerten sich durchweg positiv über diese interessante Erfahrung.
Die Gärten für dieses Jahr sind noch nicht ausgewählt. Aufgrund vieler beeindruckender Gärten aus dem letzten Kreiswettbewerb sind wir aber sicher, auch in diesem Jahr wieder ca. drei Gärten präsentieren zu können, die jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Reiz besitzen und den Besucher/innen eine sehr hohe gärtnerische Vielfalt bieten werden!

Ein kleiner bildlicher Eindruck von den drei offenen Landkreisgärten aus dem Jahr 2019:

Mathé
Monika Mathé, Annastr. 6, 82290 Landsberied
Rosen mit Hofstaat. In diesem 2013 angelegten 300-350m² großen Garten blühen ca. 100 verschiedene Rosen. Bei den meisten handelt es sich dabei um englische David Austin - Rosen, die mit Stauden und antiker Kunst kombiniert wurden. Romantische Sitzgruppen sowie ein Pavillon und eine große halboffene Veranda bilden gemütliche Ruhezonen im englischen Landhausstil.
Sailer
Fam. Sailer, Goethestraße 29a, 82140 Olching
Insektengarten. 400 m² Naturerlebnis mit heimischen Wildpflanzen. Ein großes Verantwortungsgefühl für gefährdete Mitgeschöpfe kommt in diesem Paradies für Insekten, Vögel und andere Gartengäste zum Ausdruck. Aber auch der Mensch kann sich sowohl an den vielfältig blühenden Pflanzen als auch ganz im gärtnerischen Sinn an Obst, Gemüse und Kräutern erfreuen. .
Scholz
Erika Scholz, Frühlingsstr. 104, 82110 Germering
Ziergarten - klein aber fein. Was man mit Leidenschaft und gärtnerischem Sachverstand auf nur 60 m² städtischem Mietergarten zum Blühen bringen kann, demonstriert Frau Scholz. Hier wird kein Fleckchen Boden verschenkt. Blumenschmuck in Kübeln und Töpfen rahmt die Terrasse auch seitlich ein. Beispielhaft für die Schaffung eines intimen Gartenplatzes hinter der Terrassentüre.

 

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Delegiertenversammlung für 2020 am 16.7.2021 im Dorfwirt Landsberied mit Preisverleihung für den Gartenwettbewerb 2020

Die Coronapandemie zwingt uns zu einer Verschiebung der eigentlich für den März geplanten Jahreshauptversammlung. Da sowohl eine umfangreiche Neuwahl als auch die Ehrung der Preisträger aus dem Gartenwettbewerb 2020 ansteht, kann sie nicht als Webmeeting veranstaltet werden.

Nach einführenden Worten des Kreisverbandsvorsitzenden Andreas Knoll und einem kurzen Grußwort aus der Gemeindeverwaltung werden die zwölf Preisträger aus dem Gartenwettbewerb 2020 mit einer Bildpräsentation aus den beeindruckenden Gärten vorgestellt. Aus der Hand von Andreas Knoll erhalten sie anschließend die Urkunden und ein blumiges Geschenk.
Nach einer kurzen Pause folgen die üblichen Berichte aus der Vorstandschaft und die Entlastung durch die Revisoren.

Schließlich findet die reguläre Neuwahl der Vorstandschaft statt. Hier stehen große Veränderungen an: Nach 12 Jahren steht Andreas Knoll nicht mehr zur Wahl als 1. Vorsitzender. Auch unsere langjährige Schriftführerin Elisabeth Hatzinger, der ebenfalls langjährige Beirat Bodo Olbrich und der Kassenprüfer Wolfgang Hoffmann treten nicht mehr an. Der Kreisfachberater Horst Stegmann, der seit 1988 die Geschäfte führte, geht in den Ruhestand. Es muss also auch für die Geschäftsführung die Nachfolge geregelt werden.
Erfreulicherweise gibt es für fast alle Positionen Kandidat*innen, so dass einer weiteren erfolgreichen Arbeit nichts im Wege stehen sollte.
Als erste Amtshandlung darf die neue Vorstandschaft die ausscheidenden Personen verabschieden. Anschließend wird der/die neue Vorsitzende die künftigen Arbeitsschwerpunkte vorstellen und diskutieren.

Am Schluss erhalten die Delegierten als Dank für ihr Erscheinen noch eine Topfpflanze für ihr Fensterbrett.

Bilder aus den Gärten der Preisträger in alphabetischer Reihenfolge:

Bortscheller Duermann
Fam. Bortscheller, Hattenhofen Fam. Dürmann, Fürstenfeldbruck
Fratton Geigl
Fam. Fratton, Olching Fam. Geigl, Germering
Hoellersberger Kleinstück
Fam. Höllersberger, Puchheim Fam. Kleinstück, Germering
Mueller Pschorr
Fam. Müller, Gernlinden Fam. Pschorr, Mammendorf
Wendl Rose
Herr Wendl, Olching Fam. Off-Nesselhauf, Germering
Zemmin
Drei weitere Preisträger sprachen sich gegen eine Veröffentlichung aus

 

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Der Lehrgarten als Ort der Umweltbildung für Kindergärten und Schulen

Der Kreislehrgarten bietet sich aufgrund seiner gestalterischen Vielfalt als "Location" für Umweltbildungsmaßnahmen an. Gemeinsam mit der AGENDA 21 wurde ein Konzept erarbeitet, das sich am Lehrplan der 1. und 2. Jahrgangsstufe der Grundschulen orientiert. So kann ein Erlebnistag mit einer sehr professionellen Betreuung angeboten werden. Die Anfahrt kann mit dem ÖPNV (auch Rufbus) organisiert werden.

Erfreulicherweise wurden im letzten coronofreien Jahr 2019 alle angebotenen Termine wahrgenommen. Das Angebot beschränkt sich aber nicht nur auf diese Zielgruppe: Auch für Kindergärten oder ältere Altersgruppen kann ein darauf abgestimmtes Angebot erarbeitet werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das AGENDA 21-Büro im Landratsamt oder die Geschäftsstelle des Kreisverbandes.

Der Kreisverband bedauert sehr, dass das Angebot für das letzte Jahr komplett der Pandemie zum Opfer gefallen ist. Die geplanten Termine für dieses Jahr werden demnächst hier veröffentlicht, allerdings natürlich unter dem Vorbehalt der dann jeweils geltenden Beschränkungen.

Unser Dank gilt den engagierten Kursleiterinnen Frau Brigitte Thema und Christine Weiß sowie den "Einheizern" und "Einschiebern" von Brot und Semmeln in den Backofen aus den Reihen des Kreisverbandes Andreas Knoll, Helmut Dillinger und Peter Sigl. für den Ofen

Ein großer Vorteil ist, dass die Beobachtungen im Lehrgarten für Kinder, die Zuhause einen Garten haben oder einen Kleingarten bewirtschaften, sehr gut im häuslichen Umfeld nachzuvollziehen sind. Unter Umständen reicht schon ein Balkon aus, um wertvolle Beobachtungen machen zu können!

Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung hat in ihrer Ausgabe 4/2018 über dieses Kooperationsprojekt berichtet (Seite 16): Erlebnisvormittag im Kreislehrgarten Adelshofen.

 

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Seit zwei Jahren können wir das Brotbacken im Kreislehrgarten anbieten

Mit dem Holzbackofen soll die Attraktivität des Lehrgartens auch für "gartenfernere" Personen erhöht werden. Insbesondere liegt uns auch am Herzen, Kinder- und Jugendgruppen durch dieses Zusatzangebot noch mehr anzusprechen. So können zu Beginn des Lehrgartenbesuchs Brot und Semmeln geformt und eingeschoben werden, um die duftenden Backwaren dann im weiteren Verlauf des Aufenthalts mit Butter, selbst hergestelltem Kräuterquark oder dem Honig aus dem Imkerstand des Lehrgartens zu genießen.

Wir haben als Basis ein festes Zwei-Monats-Raster von bereits fixen Terminen für das Brotbacken im Kreislehrgarten: Jeden letzten Freitag in den Monaten April, Juni, August und Oktober um 15.00 Uhr. Diese Termine finden allerdings nur statt, wenn spätestens 14 Tage vorher ausreichend Anmeldungen bei der Geschäftsstelle vorliegen. Wichtig: Der Teig ist im Normalfall mitzubringen. Für einen Brotbackkurs mit Informationen zur richtigen Vorbereitung des Brotteigs werden gelegentlich extra Termine angeboten, die auch auf dieser Homepage angekündigt werden. 2019 konnte der Ofen erfreulicherweise häufig angeschürt werden!

vorher nachher
Ungefähr eine Stunde nach dem Einschießen kann der duftende Brotlaib entnommen werden (Fotos: Andreas Knoll)

 

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Ausstellungswoche auf der Landesgartenschau Ingolstadt vom 13. - 19.9.2021

Unser Dachverband, der Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege, ist auf der Landesgartenschau 2021 während der kompletten Öffnungsperiode vom 21.4. - 3.10. mit einem Infopavillon und einem Schaugarten vertreten (Entwurfsplan).

Aus der Homepage des Bezirksverbandes (Link):

Das Motto lautet: Garten-Zimmer

"Das Herzstück des Lehrgartens bilden entlang einer Mittelachse größere und kleinere Gartenzimmer – umgeben von verschiedenen Sichtschutzvarianten und überstanden mit zukunftsfähigen Baumarten. Den dabei entstehenden Gartenräumen werden spezielle gärtnerische Themen zugeordnet. Im Nasch-Zimmer erwartet den Besucher eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Naschfrüchten. Das Obst-Zimmer bietet Einblick in die verschiedenen Erziehungsformen für Obstgehölze. Das Kinder-Zimmer wartet mit Squarefootbeeten auf kleinere und größere Besucher, die hier das Säen, Pikieren und Pflanzen lernen können. Im Ess-Zimmer kommt die gesamte Bandbreite des Gemüseanbaus auf den Tisch. Auch ein spezielles Blumen-Zimmer mit ausgewählten Stauden und Sommerblumen darf im Lehrgarten nicht fehlen. Bachbummerl und Steinfindlinge bieten den perfekten Lebensraum für Heil- und Gewürzkräuter im Kräuter-Zimmer. Nach so viel lehrreichen Zimmern wird es Zeit im Wohn-Zimmer das Nichts-Tun im Garten zu genießen und der Natur beim Wachsen zuzuschauen. Den Abschluss bildet das Bade-Zimmer mit dem Element Wasser. Im südlichen Teil am Ende des Rundgangs darf sich der Gartenbesucher im Schlaf-Zimmer im lichten Schatten eines Birkenhains entspannen.

In einem zweistöckigen Pavillon mit Dachterrasse präsentieren sich während der gesamten Dauer der Gartenschau die oberbayerischen Kreisverbände mit ihren Gartenbauvereinen. Für ihre vielfältigen Beiträge und Aktionen in den 23 Ausstellungswochen steht ihnen neben dem Pavillon auch eine große Aktionsfläche von 100 m², das Vor-Zimmer, zur Verfügung. Lassen Sie sich überraschen, was die oberbayerischen Gartenbauvereine alles zu bieten haben. Kommen Sie uns besuchen!"

Unser Kreisverband ist vom 13. - 19.9.2021 vertreten. Unser Motto lautet: "Apfel - Ausstellung - Artenschutz"

Neben einer ständigen Apfelsortenausstellung mit ca. 60 Sorten und der Möglichkeit, seine Sorten bestimmen zu lassen, bieten wir täglich wechselnde Informationen und Workshops für Kinder und Erwachsene an. Am Sonntag, den 19.9. wird als besonderes Highlight der bekannte "Pflanzendoktor" Rainer Berling am Infopavillon Ihre Fragen zum Pflanzenschutz beantworten. Nähere Informationen zum geplanten Wochenprogramm können Sie der tabellarischen Aufstellung entnehmen.

 

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Apfelsortenausstellung, Sortenbestimmung und Schaumosten am Jexhof am 3.10.2021, von 14.00 - 17.00 Uhr

Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit dem Bauernhofmuseum Jexhof zusammen. Kreisfachberaterin Michaela Schleicher zeigt jährlich zum Winterende interessierten Besuchern den richtigen Schnitt von Obstgehölzen in Theorie und Praxis auf dem Jexhofgelände (muss dieses Jahr leider ausfallen). Der Kreisfachberaterkollege organisiert traditionell am Tag der Deutschen Einheit eine Apfelsortenausstellung mit ca. 60 Sorten. Alle Äpfel sind im Landkreis gewachsen und das Sortenspektrum deckt die traditionell und auch noch aktuell in unserer Region angebauten Äpfel zum größten Teil ab. Aber auch vielversprechende Neuzüchtungen (insbesondere die Pillnitzer "Re"- und "Pi"-Sorten) werden gezeigt. Alle Sorten sind mit ausführlichen Beschreibungen etikettiert.
Natürlich ist mit der Ausstellung auch das Angebot verbunden, unbekannte Sorten zu bestimmen. Die Besucher sollten aber jeweils mindestens fünf Früchte einer Sorte zur Bestimmung mitbringen. Dabei ist wichtig, dass die mitgebrachten Äpfel die ganze Variabilität innerhalb der Sorte zeigen (gut ausgefärbte, schwach gefärbte, rundere oder kantigere Früchte, etc.)

Parallel ist auch der Biburger Gartenbauverein vor Ort, der ein Schaumosten mit einer transportablen Korbpresse veranstaltet. Gerade für die Kinder hat die Presse eine unglaubliche Anziehungskraft und sie können von dem frischen Saft nicht genug bekommen.

Diese Kombination von einer ansprechenden Obstausstellung und der direkten Verarbeitung frischer Äpfel gleich nebenan zeigt gerade den Kindern sehr anschaulich den direkten Weg vom Erntegut zum verarbeiteten Produkt auf und lockte auch 2019 zahlreiche Besucher (insbesondere Familien mit kleineren Kindern) an.

 

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Was uns am Herzen liegt: "Sag mir wo die Blumen sind" - der Trend zum Kies- und Schottergarten

Im Zusammenhang mit dem großen Erfolg des Volksbegehrens zur Artenvielfalt wurde wiederholt der Kies- bzw. Schottergarten als Beispiel für den gedankenlosen Umgang mit den Freiflächen im öffentlichen Raum und in Gärten thematisiert. Bereits vor zwei Jahren haben wir den Schwerpunkt unserer Beratung und Pressearbeit auf diesen bedauerlichen Trend konzentriert. Es freut uns, dass es nun soviel Interesse erfährt.
Das "Garteln" ist noch immer das liebste Hobby der Deutschen. Schön gestaltete Gärten erfreuen nicht nur die Besitzer, sondern auch die Passanten und tragen erheblich zu einem ansprechenden Ortsbild bei. Sie werten die Siedlungsflächen meist auch ökologisch auf. Beim "Urban Gardening" erobern sich engagierte Bürger/innen öffentlichen Freiraum zurück, um selbst zu Spaten und Samentütchen zu greifen. Gerade in Zeiten, in denen der Individualismus und Bits und Bytes den Alltag prägen, sehnen sich viele Menschen nach einer greifbaren und im wahrsten Sinn des Wortes fruchtbaren Freizeitbeschäftigung.

Als ob die allerorten aus dem Boden wachsenden Gabionenwände nicht schon genug wären, hat sich während der letzten Jahre aber leider ein Gestaltungstrend eingeschlichen, der leidenschaftlichen Gärtnern oft die Haare zu Berge stehen lässt: Der Kies- bzw. Schottergarten. Das Interesse für diese Gestaltungsvariante ist sicherlich darin begründet, dass vielen Menschen neben der Arbeit nicht viel Zeit für eine kreative Gartengestaltung bleibt und der Pflegeaufwand vermeintlich gering erscheint. Der Kies- und Schottergarten ist vor allem aber durch die häufig erschreckende Umsetzung fragwürdig. In der Steinwüste hätten nämlich durchaus auch Pflanzen Platz, nur sind sie i.d.R. deutlich unterrepräsentiert! Setzt sich diese bedauerliche Entwicklung fort, bedeutet das die Gefährdung einer über Jahrhunderte gewachsenen Gartenkultur und eine deutliche Verschlechterung der Ortsdurchgrünung. Der Kreisverband möchte diesem Trend mit sachlichen Informationen entgegenwirken.

Kiesgärten sind keine neue Erfindung. Aus den asiatischen Gärten und den "Parterres" der Barock- und Rokokogärten sind sie seit Jahrhunderten bekannt. Damit war aber stets eine religiös-philosophische (japanische Gärten) oder politische Aussage (Herrschaftsanspruch über die Natur) verbunden. Abgesehen von einigen Gartenenthusiasten, die versuchten, japanische Gartenelemente in ihre Gärten zu integrierten, blieben die privaten Gärten von diesen Einflüssen lange unberührt. Schwung gab dem Thema Kies- und Schottergarten eine Veröffentlichung der bekannten englischen Gärtnerin Beth Chatto. Sie lebt in Essex, einer sehr trockenen Gegend mit nur ca. 60 % des Niederschlags, den wir im Landkreis Fürstenfeldbruck erwarten können. Trockene Ostwinde führen außerdem zu einer hohen Verdunstungsrate und damit zu einer Verschärfung des Wasserproblems. Aus dieser Not heraus experimentierte Chatto mit Pflanzen, die diesen Wasserstress aushalten und publizierte 1978 das Buch "The dry Garden". Ihr berühmter Kiesgarten wurde Vorbild für viele Gärten, die unter natürlicher Wasserknappheit leiden.
Dieser Hintergrund ist wichtig, um den Trend, der nun mit einigen Jahrzehnten Verzögerung, aber mit umso mehr Macht von unseren Vorgärten Besitz ergreift, einordnen zu können. Wäre Beth Chatto in Fürstenfeldbruck auf die Welt gekommen, hätte sie wohl keinen Kiesgarten und auch kein Buch mit dem Titel "Der trockene Garten" veröffentlicht. Es gäbe dann sicher auch weniger aufgekieste Vorgärten.
Natürlich soll aber niemandem das Recht abgesprochen werden, seinen Garten nach seinen Wünschen zu gestalten. Dann aber sollte dies im Sinne von Beth Chatto erfolgen: Um optimale Bedingungen für trockenheitsliebende Pflanzen aus Steppengebieten und dem mediterranen Raum zu schaffen.

Da liegt aber häufig das Problem bei der gestalterischen Umsetzung. Die Pflanzen werden vergessen oder nur ganz vereinzelt in die Steinwüsten verteilt.

Schottergarten Schotter und Pflaster
Die beiden Fotos zeigen die leider gängige Praxis der missverstandenen Gestaltungsform. Das sind keine Kies- oder Schottergärten! Potentiell gärtnerischer Gestaltungsraum neben Pflasterflächen wird verschenkt.

 

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Meldeaufruf zur Bewertung des Allergenpotentials verschiedener Apfelsorten

Sehr viele Menschen reagieren allergisch auf eigentlich so gesundes Obst. Wer bei dem Biss in einen Apfel allergisch reagiert, kann meistens auch kein anderes Kernobst und erst recht kein Steinobst essen. Duch die Kreuzallergie liegt auch sehr häufig eine Allergie gegen Frühblüher (insbes. Birke) und Haselnüsse vor.

Die Erfahrung, insbesondere bei Äpfeln, zeigt aber, dass unterschiedliche Sorten auch unterschiedlich starke Reaktionen hervorrufen. Inzwischen werden auch schon neue Apfelsorten im Hinblick auf ein möglichst geringes allergenes Potential gezüchtet, z.B. die Sorte `Santana`. In einer Bachelorarbeit konnte nun ein Hinweis auf die Ursache gefunden werden, die das Phänomen erklären könnte, warum Allergiker auf alte Sorten oft weniger allergisch reagieren: Polyphenole aus der Stoffgruppe der Aromate können offenbar die allergieauslösenden Eiweiße inaktivieren. Dieser Inhaltsstoff der Äpfel sorgt allerdings für einen säuerlichen Geschmack und eine schnellere Verbräunung beim Anschnitt. Deswegen wurden sie aus neueren Sorten weitgehend herausgezüchtet, mit dem Effekt, dass diese nun oft stärkere allergische Reaktionen hervorrufen. Außerdem hat sich gezeigt, dass auch der Reifegrad und die Verarbeitung Einfluss auf das allergene Potential haben.

Das soll allerdings nicht dazu verleiten, unbedenklich in jede alte Sorte zu beißen! Auch ältere Sorten können Probleme bereiten und auch in günstigeren Sorten dürfte es wohl kaum gelingen, das allergene Potential auf Null zu bringen. Außerdem gibt es natürlich große individuelle Unterschiede in der Sensibilität der Allergiker.
Da aber die Apfelallergie nach eigener Erfahrung i.d.R. nicht so heftige und evtl. gefährliche Reaktionen wie eine Haselnussallergie hervorruft, kann man mit vorsichtigen Selbstversuchen vielleicht Sorten finden, die einem den Biss in einen Apfel ohne große Reue erlauben. Dafür reicht es normalerweise schon, wenn man einen frischen Anschnitt an die Lippen hält und einige Minuten wartet, ob sich das typische "Bitzeln" bzw. Brennen einstellt. Manche verträglichere Sorten zeigen erst nach etwas längerer Zeit ihre Wirkung. Viel effektiver ist es jedoch, wenn sich Apfelallergiker vernetzten um von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Hier leistet der Bund für Umwelt- und Naturschutz Lemgo Pionierarbeit. Er sammelt auf seiner Internetseite: BUND Lemgo Erfahrungen von Apfelallergikern mit verschiedenen Sorten. Es gibt dort die Möglichkeit mit einem Meldebogen seine eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Sorten in einer Liste einzutragen ("verträglich" bzw. "unverträglich"). Diese Liste erweitert sich somit fortlaufend und ist entsprechend aktualisiert über obige Internetseite abzurufen. Sie gibt sehr wertvolle Hinweise für Apfelallergiker! Daraus ist zu entnehmen, dass die Sorte `Prinz Albrecht von Preußen` und der `Weiße Winterglockenapfel` offenbar sehr gut verträglich sind. Die Liste zeigt aber auch, dass es kaum Sorten gibt, bei denen überhaupt kein Allergiker Symptome verspürt. So beurteilen zwar bei der neuen "Allergikersorte" `Santana` 24 Personen die Verträglichkeit als "verträglich", aber doch 3 Personen als "unverträglich" (Stand 11.12.2013). Ähnlich ist es bei der alten Sorte `Goldparmäne`. Bei anderen Sorten sind die Meldungen noch so spärlich, dass eine Aussage nicht möglich ist.

Deswegen rufen wir alle Apfelallergiker auf, evtl. Erfahrungen in diese Liste mit einzubringen!
Unbedingte Voraussetzung für eine Aussagekraft ist natürlich, dass die Sorte korrekt bestimmt wurde. Hierbei hilft Ihnen Geschäftsführer und Kreisfachberater Horst Stegmann gerne.

 

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